Tarek Ebéné

Der Nubische Prinz

Einer der drei selbsternannten „Kannibalen in Zivil“ beweist seit vergangenem Jahr, dass Deutschrap mit Tiefe, Autotune, voller Gewalt, Hoffnung, Melancholie und Chansons möglich ist – TAREK KIZ aka der nubische Prinz. „Golem“ (Eklat Tonträger) klingt sowohl klassisch (Heidel Rework), wie auch modern, brutal gut, hat Charme und Witz, prangert an und kokettiert gleichzeitig mit gesamtgesellschaftlichen Problemen und Fragen. Er schreibt ironisch, aggressiv, wortgewandt und vor allem ehrlich. Mit seinem Song „Ticket hier raus“ spricht er vielen Angestellten, Selbstständigen und Arbeitenden aus der Seele. Die Stimmung in diesem Stück ist düster bis depressiv, gleichzeitig finden sich auf meinem persönlichen Album des Jahres 2020 viele Autotune-Wunder, wie „Nubischer Prinz“ und gute Laune Raps, wie „Nach wie vor“. Die Musikvideos sind kreativ, bildgewaltig und herausragend inszeniert und dank „Liebe“ stehen wohl bald auch Tarek KIZ „Frauenkonzerte“ im Post-Covid-Eventkalender 2022.

Er schreibt ironisch, aggressiv, wortgewandt und vor allem ehrlich.

Tarek zeigt aber auch eine sehr verletzliche Seite: Dass er authentisch ist und hinter seinen Texten, ganz ohne Sarkasmus und Doppelzüngigkeit, steht, zeigten mir spätestens seine Tränen unter der dicken Sonnenbrille bei „Frühlingstag“ während des Konzerts vergangenes Frühjahr in Dortmund! Leider nicht auf dem Album, aber überall, wo Musik streambar ist: Mein aktueller Tarek-KIZ-Favorit: „Abendrot“. ×

Foto ––––  © Gerngross Glowinski + Vinylcover ––––  © EKLAT Tonträger GmbH

GOLEM

© 2020 Tarek K.I.Z & EKLAT TONTRÄGER GmbH

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